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Dori Hiatavilla
Farbgenetik bei Ragdolls
Ich liebe Genetik und hab damit sogar damit meine Tochter soweit angesteckt dass sie ihre Maturaarbeit zum Thema Epi-genetik abhandelte. Ich habe aber inzwischen auch erkannt dass es immer noch genug Menschen - auch unter den Züchtern - gibt, die mit der Farbgenetik noch etwas auf Kriegsfuß stehen. 

Mit dieser Seite versuche ich nun auf eine leichte und einfache Art und Weise Licht ins Dunkel der Farbgenetik zu bringen. Ich beschränke mich dabei bewusst nur auf die Genvarianten die für die Farbe der Ragdolls relevant sind. Auch wenn es weiße und silber Ragdolls gibt, werde ich auf diese seltenen Farbvarianten nicht näher eingehen ...nur ganz zum Schluss ein paar Sätze. 

Hier nun gleich eine bunte Darstellung der möglichen Zutaten für das Aussehen einer Ragdoll. Eine Torte mit 7 verschiedenen Stücken :-)
Farbkreis
Jedes Tortenstück steht für einen Genort, und dort sieht man die verschiedenen Genvarianten die an diesem Ort möglich sind...man nennt sie Allele.  Jede Katze hat aber nur zwei Allele pro Genort - von jedem Elternteil hat sie eines bekommen, und sie gibt auch nur jeweils eines ihrer zwei Allele an ihr Kitten weiter (das zweite Allel kommt vom anderen Elternteil).
 
Regel: Was eine Katze nicht hat, kann sie also daher auch nicht weitergeben.  

So haben nun Katzen ganz individuelle "Torten". 

Die Gentorte dieses seal mitted Kater schaut z.B. so aus:
Farbkreis seal mitted point Kater Othello Nov 2013 g
Dominant, Rezessiv und Co

Bevor ich näher auf die einzelnen Genorte und ihre Eigenschaften eingehe noch etwas Allgemeines zu den Allelen. Die Allele können unterschiedlich stark sein. Starke -dominante Allele überdecken schwache - rezessive Allele. Diese überdeckten Allele sind zwar da und können auch weitervererbt werden, aber durch das  Vorhandensein eines stärkeren, dominaten Allels sieht man ihre Eigenschaften einer Katze äußerlich nicht an.
Sobald aber z.B. zwei gleiche rezessive Allele an einem Genort vorhanden sein, wird deren Eigenschaft auch sichtbar - sofern sie nicht von den Eigenschaften anderer Genorte verdeckt werden - ja, auch das ist möglich.

Damit es weiter spannend bleibt gibt es an manchen Genorten auch sozusagen gleichberechtigte Allele. Wenn zwei solcher Allele nun zusammenkommen sieht man äußerlich eine Mischung aus diesen beiden Geneigenschaften. 

Weitere Speziallfälle erkläre ich dann bei den jeweiligen Genorten.

Katzen können - auch wenn sie noch so bunt ausschauen, nur auf zwei Grundfarbstoffe zurückgreifen die sie dann in ihren Haaren einlagern. Der eine ist das Eumelanin der für Schwarz zuständig ist und als zweites gibt es dann noch das Phaeomelanin - das macht das Haar rot.

Und mit der schwarzen Farbe wollen wir jetzt gleich mal loslegen:
Genort B - Schwarzserie
Farbkreis Farbe black
B steht für Black - die schwarze Grundfarbe einer Katze. Durch Mutationen veränderte sich das Gen und damit die Farbe schwarz in choco und cinnamon.

B - steht für das dominate Gen schwarz.

b - steht für choco - das rezessiv   gegenüber schwarz ist, und dominant gegenüber cinnamon.

bl - steht für cinnamon - und ist das schwächste Gen in dieser Runde, rezessiv gegenüber schwarz und choco
Am Tortenstück sieht man hier auch die Hirachie...außen sind die starken Gene, innen die Schwächsten. Achtung ...gilt nicht für jeden Genort.

Es können nun folgende Kombinationen entstehen und wenn man sich nur auf diesen Genort beschränken könnte würde die Katze wie folgt ausschauen:

B/B - die Katze ist schwarz und vererbt auch nur schwarz

B/b - die Katze ist schwarz und kann schwarz und choco vererben - man sagt dazu                 auch die Katze trägt choco

B/bl - die Katze ist schwarz - trägt cinnamon 

b/b - die Katze ist choco....vererbt auch nur choco

b/bl - die Katze ist choco...trägt cinnamon

bl/bl - die Katze ist cinnamon und kann auch nur  cinnamon weitergeben  
Genort D - Verdünnung
Farbkreis Verdünnung
D steht für Dillution und bedeutet Verdünnung.

Nimmt man aus einem Malkasten schwarze Farbe und vermischt sie ordentlich mit Wasser wird sie verdünnt, und auf einmal ist die Farbe nicht mehr schwarz sondern grau. Und genau so ein Effekt kann an diesem Genort entstehen.

Die eigentliche Farbe wird verdünnt und das schaut so aus:

schwarz     wird zu   blau...wird blau genannt, ist aber eigentlich wirklich grau ;-)

choco         wird zu   lilac

cinnamon   wird zu   fawn

rot               wird zu  creme

Die dominante Genvariante D sorgt für eine unverdünnte Farbe. (D/D oder D/d)
Ist aber das rezessive Gen d doppelt vorhanden (d/d) kann es auch wirken und die verdünnten Farben werden sichtbar.